skip to content

Geschichte


1893, 22. August
Nach einem Beschluss des Gemeinderates wird die seit dem Jahre 1888 bestehende Pflichtwehr von Rotenberg in eine freiwillige Wehr umgewandelt. Johannes Schäfer ist der erste Kommandant der neu formierten Löschtruppe, er hat die Verantwortung für 69 Mann, der Ausrüstung und Gerätschaften. In den aufgeführten Statuten sind die Aufgaben der zukünftigen Freiwilligen Feuerwehr zusammengefasst: „ Die mit Genehmigung der Bürgerlichen Kollegien vom 22. August 1893 gebildete Feuerwehr ist ein Verein von Freiwilligen, welcher sich zur Pflicht macht, nach Maßgabe der allgemeinen Vorschriften sowie Bestimmungen der Bezirks- und Lokalfeuerlöschordnung den gesamten Lösch- und Rettungsdienst zu übernehmen, auch Waldbrand Hilfe zu leisten.

1894
Rotenberg erhält eine Wasserleitung. Diese neue Anlage ermöglicht der Wehr den schnellen Einsatz und die intensive Nutzung des Löschwassers. Der Weg vom Löschteich zum Einsatzort bleibt der Wehr zukünftig in den meisten Fällen erspart. Für den Löscheinsatz stehen derzeit 77 Mann zur Verfügung.



1903
Der Ort verfügt über ein gut ausgebautes Wasserversorgungsnetz, an das die meisten Privathäuser direkt angeschlossen sind. Die Mitgliederzahl der Freuwilligen Feuerwehr ist auf 87 gestiegen, die Einsatzbereichtschaft der Männer ist vorbildlich.

1913
Die Gemeinde zählt zwischen 500 Einwohner. Die meisten Feuerwehrkameraden sind als Weingärtner tätig und im Ernstfall auch tagsüber schnell zu erreichen. Die Wehr verfügt daher rund um die Uhr über eine schlagkräftige Mannschaft. Die Wehrstärke ist auf nahezu 100 Mann angestiegen.

1931, 1. Mai
Rotenberg wird zu Stuttgart eingemeindet. Der Ort zählt zurzeit 650 Bürger, von denen 216 ihren Haupterwerb in der Landwirtschaft bzw. dem Weinbau finden. Die Verbindung zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr Stuttgart verstärkt sich. Die Wehr wird jetzt von Kommandant Karl Berner geführt. Eine neue Tragkraftspritze, die jedoch noch von Hand zum Einsatzort gezogen werden muss, wird in Betrieb genommen. Die rasch fortschreitende Technik macht sich auch im Feuerlöschwesen bemerkbar.


1939, 1.September
Der 2. Weltkrieg beginnt. Viele Kameraden werden bereits in den ersten Kriegstagen zur Wehrmacht eingezogen. Junge Bürger von Rotenberg übernehmen den Brandschutz in der Gemeinde. Sie werden von Brandmeister Heckel, von der Berufsfeuerwehr Stuttgart, als Feuerwehrhelfer ausgebildet und leisten zusammen mit den älteren Kameraden wertvolle Dienste bei der Bekämpfung von Bränden und Linderung von Schäden, die durch die nunmehr immer häufiger auftretenden Luftangriffe entstehen. Mancher Bürger verdankt dem selbstlosen Einsatz dieser Männer den Erhalt von Hab und Gut!
Die Kriegsereignisse bringen eine Veränderung des traditionellen Feuerlöschwesens mit sich. Neben der seit geraumer Zeit bestehender Luftschutzvereinigung wird mit sofortiger Wirkung der Sicherheits- und Hilfsdienst (SHD) rekrutiert, ebenso wird eine Feuerlösch- und Entgiftungsbereitschaft für die Neckarvororte eingesetzt.


1945, 8. Mai
Die Stunde Null, der schreckliche Krieg ist zu Ende. Die Rotenberger Bürger beginnen mit der Beseitigung der Spuren, die diese unheilvolle Zeit hinterlassen hat.

1945, 14. August
Karl Scheiffele gründet, nachdem sich niemand mehr für die Öffentlichkeit verantwortlich fühlt, in Rotenberg wieder die Freiwillige Feuerwehr. Er findet bei seinem Vorhaben tatkräftige Unterstützung durch den neu ernannten Bezirksvorsteher Karl Weber und den allseits bekannten und beliebten Dr. med. Emil Maier aus Untertürkheim. Leiterwagen, Hydrantenwagen und Tragkraftspritze sind die Gerätschaften, die den Männern der „ersten“ Stunde für die Bekämpfung zur Verfügung stehen.

1949
Die Wehr wird modernisiert. Rotenberg erhält sein erstes motorbetriebenes Löschfahrzeug – ein Opel Blitz. Der Brandeinsatz wird effektiver.


1952
Die Abteilung nimmt ein TLF15 mit einer Wasserkapazität von 2400 Liter in ihren Dienst. In Insiderkreisen wird es als „Afrika-Fahrzeug“ bezeichnet. Es wurde im 2. Weltkrieg entwickelt und im Afrikafeldzug eingesetzt.

1957, 16. März
Karl Scheiffele scheidet nach über 43jähriger Dienstzeit, davon 25 Jahre als Kommandant, aus dem aktiven Wehrdienst aus. Er wird als Anerkennung seiner Arbeit, die er während seiner langen Dienstzeit für die Wehr geleistet hat, zum Ehrenkommandanten ernannt. Kamerad Werner Kurrle übernimmt als neuer Kommandant die Führung der inzwischen 33 Mann starken Rotenberger Wehr.

1960
Der „alte“ Opel –Blitz wird ausgemustert und durch ein neues Löschfahrzeug, ein Mercedes – LF8, ersetzt. Rotenberg ist an die Weckerlinie angeschlossen, tagsüber wird jedoch der seitherige Sirenenalarm beibehalten, um im Ernstfall die Männer auch auf den Feldern und in den Weinbergen zu erreichen.

1967
Werner Kurrle wird als Nachfolger von Hermann Weber, dem langjährigen Kommandanten der Untertürkheimer Feuerwehr, zum Vorsitzenden des Feuerwehr-Stadtverbandes Stuttgart gewählt und gleichzeitig zum Stadtbrandmeister ernannt. Durch diese Wahl wird wieder einmal mehr die überregionale Anerkennung von Qualität und Leistung der Rotenberger Freiwilligen Feuerwehr und ihrer Führung zum Ausdruck gebracht.

1977
Der Fahrzeugbestand wird erneuert. Die Abteilung erhält ein neues Tanklöschfahrzeug TLF8 und ein Löschfahrzeug LF8. Die Schlagkraft der Wehr wird dadurch entscheidend verstärkt, Ausrüstung und Gerätschaften der Abteilung entsprechend nunmehr dem aktuellen Stand der Feuerlöschtechnik.


1984, 2. März
Das neue Feuerwehrmagazin bei der Wette 12 wird eingeweiht. Unter den Gästen kann Kommandant Werner Kurrle auch Bezirksvorksvorsteher Rudolf Rehm begrüßen, der sich bei den langen und harten Verhandlungen, die vor dem Umbau des neuen Magazins notwendig wurden, für die Belange der Rotenberger Wehr besonders eingesetzt hat. Neben einer Fahrzeughalle und einem Geräteraum enthält die neue Anlage einen kleinen aber freundlichen Unterrichtsraum, der den Anforderungen der Mannschaft in vollem Umfang gerecht wird.

1987
Ein neuer Kommandant muss gewählt werden. Werner Kurrle wird altershalber aus dem aktiven Wehrdienst ausscheiden. Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung steht die Neuwahl an erster Stelle. Jürgen Hoffmann erhält als Nachfolger von Werner Kurrle das Vertrauen der Mannschaft. Seine erste „Amtshandlung“ als neuer Kommandant ist die Ernennung seines Vorgängers zum Ehrenkommandant dessen langjähriges Engagement bei der Rotenberger Wehr und seine erfolgreiche Tätigkeit als Kommandant durch diese Aktion seine besondere Würdigung findet.

1993

Die Freiwillige Feuerwehr Rotenberg kann in ihrem Jubiläumsjahr auf eine 31köpfige Mannschaft blicken, die durch den ständigen Kontakt mit der Berufsfeuerwehr Stuttgart und den damit verbundenen Kursen und Lehrgängen mit den neuen Erkenntnissen des Brandschutzes aufs beste vertraut ist und einen optimale Einsatzbereitschaft gewährleistetet ist.

1997
Nach zehn Jahren im Amt wird Abteilungskomandant Jürgen Hoffmann abgelöst durch Jürgen Hummel.

1998
Die Jugendabteilung wird unter der Leitung von Peter Grieb gegründet.

2008
10 jähriges Jubiläum der Jugendabteilung. Alle Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Stuttgarts waren zu einem Stadtspiel in und um Rotenberg eingeladen. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Peter Grieb für seine ehrenamtliche Tätigkeit und sein beispielhaftes Engagement die Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg vom Stadtjugendfeuerwehrwart verliehen.
Mit dem Jubiläum kam es auch zu einem Wechsel der Jugendleitung. Patrick Kilgus übernimmt in diesem Jahr das Amt des Jugendleiters.